Anschlussfinanzierung

Die Anschlussfinanzierung bietet eine gute Möglichkeit, Zinsen zu sparen. So bringt ein Kreditwechsel Zeitersparnis bei der Abzahlung und Kostensenkung um einige tausend Euro. Da bei den meisten Krediten über hohe Summen, zum Beispiel bei Baukrediten, die Zinshöhe nicht für die gesamte Laufzeit des Kredites festgeschrieben ist, lohnt es sich, beim Auslaufen der Festschreibung, neue Angebote über zinsgünstigere Darlehen einzuholen. Wird man fündig, kann man den bestehenden Vertrag kündigen.

Natürlich muss in diesem Fall der alte Kreditbetrag ausgeglichen werden. Hierfür nutzt man nun den neuen Kredit als Anschlussfinanzierung. Das heißt, der neue Kreditgeber zahlt die vereinbarte Summe an den alten Kreditgeber und der Darlehensnehmer ist nun zur Abzahlung gegenüber dem neuen Kreditinstitut verpflichtet.

Hierbei macht es natürlich nur Sinn, wenn der neue Kredit wegen geringeren Zinsen und Kosten günstiger für den Kreditnehmer ist. Aber auch wenn die Zinsbindung noch lange besteht, kann der Kreditnehmer über den Abschluss eines sogenannten Forward-Darlehens nachdenken. Diese Taktik ist besonders empfehlenswert, wenn in den kommenden Jahren ein Ansteigen der Zinsen zu erwarten ist und man bei Auslaufen der Zinsbindung davon ausgehen muss, nur noch teurere Angebote zu erhalten.

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Das Forward-Darlehen wird zu günstigen Konditionen abgeschlossen, kommt aber erst nach einigen Monaten zur Auszahlung. Dadurch sichert sich der Darlehensnehmer einen günstigen Zinssatz. Kosten für das Darlehen entstehen erst bei Auszahlung des Kreditbetrages an den ersten Kreditgeber. Aber nicht nur beim Kredit für den Hausbau spielt die Anschlussfinanzierung eine Rolle. Auch beim Kauf eines Autos kann mit dieser Art der Finanzierung, beim Abschluss eines Ballonkredites oder einer ‘Drei-Wege-Finanzierung’, die Schlussrate getilgt werden. Bei der Auswahl der geeigneten Anschlussfinanzierung sollten aber auch andere Kriterien, als nur die Zinshöhe, eine Rolle spielen.

Bei vielen Krediten gibt es heutzutage Sonderdienstleistungen, die einen schnellen Wechsel des Kredites, Sonderzahlungen und den sofortigen Ausgleich der Kreditsumme ermöglichen. Die Angebote hierzu sind sehr vielfältig und erfordern genaue Abwägung der einzelnen Vor- und Nachteile. Besonders bei der Sondertilgung sind oft eine Vorfälligkeitsentschädigung und ein Zinsausgleich fällig. In welcher Höhe diese verlangt werden, ist von Bank zu Bank sehr unterschiedlich.

Wem der Vergleich der einzelnen Angebote zu aufwendig und kompliziert ist, kann mit dieser Aufgabe auch einen freien Makler beauftragen. Der Vorteil liegt darin, dass ein Makler auf dem Gebiet der Kredite geschult ist, die einzelnen Angebote mit allen Einzelheiten kennt und sich durch Weiterbildungen auf dem Laufenden hält. Er berät die Interessenten unabhängig von einzelnen Kreditinstituten unter Berücksichtigung der persönlichen Voraussetzungen des einzelnen Kunden.

So wird eine objektive Beratung ermöglicht. Der Nachteil ist natürlich, dass der Makler bei Abschluss einer Anschlussfinanzierung eine Provision für seine Tätigkeit verlangt. Hier muss der Interessent an einer Finanzierung selber entscheiden, ob ihm wert ist, dieses Geld für die Zeitersparnis und eventuell auch die Kostenersparnis für den günstigen Kreditvertrag zu bezahlen.

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