Baufinanzierung ohne Eigenkapital

Ein Haus oder eine Eigentumswohnung zu besitzen, unabhängig zu sein, das sind die Lebensziele vieler Menschen. Für rund 40 Prozent der Deutschen ist dieser Traum bislang in Erfüllung gegangen. Der Zeitpunkt um an ein Eigenheim zu kommen ist so gut wie schon lange nicht mehr. Aufgrund der angespannten Marktsituation sind die Immobilienpreise vergleichsweise günstig und die Bauzinsen befinden sich nach wie vor im Rekordtief.

Dennoch sollte man, unabhängig vom Eigenkapital, alles ganz genau durchrechnen um später bei der Kredittilgung keine bösen Überraschungen zu erleben. Letztendlich ist das monatliche Einkommen entscheidend, ob eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital möglich ist oder nicht.

Je nach den persönlichen Einkünften ist es in der Regel möglich, bis zu 130% des Immobilienwertes zu finanzieren. Wenn man jedoch vielen Banken oder auch der Presse glauben schenken mag, beruht eine solide Eigenheimfinanzierung immer auf mindestens 30 Prozent Eigenkapital. Dabei werden der Hausbau, Hauskauf oder die Hausfinanzierung ohne Eigenkapital auch hierzulande immer gefragter. In anderen Ländern wie unter anderem den USA, Niederlanden oder Großbritannien ist diese Art der Eigenheimfinanzierung völlig normal.
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In diesem Zusammenhang muss ganz klar gesagt werden, dass eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital nicht unbedingt als riskanter einzustufen ist als eine Finanzierung mit Eigenkapital. Allerdings könnte die Finanzierung des Eigenheims ohne Startkapital wesentlich teurer werden als mit. Die Banken lassen sich oftmals das erhöhte Ausfallrisiko durch kräftige Zinsaufschläge bezahlen. Andererseits ist bei einer Finanzierung ohne Eigenmittel auch ein Vorteil klar ersichtlich.

Auch wenn der Bauherr nicht über die entsprechenden finanziellen Mittel verfügt bleibt ihm der Traum vom Eigenheim nicht verwehrt und er behält seine Liquidität. Allgemein bekannt ist die Finanzierung ohne Eigenkapital auch als die sogenannte 100 Prozent, 105 Prozent oder 110 Prozent Finanzierung. Ohne Eigenkapital können selbst genutzte Eigentumswohnungen, Einfamilienhäuser mit und ohne Einliegerwohnung sowie Kapitalanlageobjekte finanziert werden.

Die Höhe der Finanzierung hängt von der Werthaltigkeit des zu beleihenden Objektes ab. Dabei können nicht nur der Kaufpreis der Immobilie sondern auch die anfallenden Erwerbsnebenkosten finanziert werden. Bei der Baufinanzierung ohne Eigenkapital gibt es im wesentlichen drei Tilgungsvarianten. Beim sogenannten Annuitätendarlehen bleibt die monatliche Ratenzahlung immer gleich. Voraussetzung dafür ist jedoch ein konstanter Zinssatz. Deshalb sollte hier immer die Zinsbindungsfrist beachtet werden. Weiterer Vorteil: Trotz der konstanten Ratenzahlung verschieben sich innerhalb der Laufzeit die Anteile Zins und Tilgung. Das heißt: Während der Tilgungsanteil stetig steigt, geht der Zinsanteil gleichzeitig nach unten. Eine weitere Finanzierungsform ist das Festdarlehen mit Tilungsersatzleistung.

Hierbei zahlt der Bauherr lediglich die Zinsen, die Tilgung erfolgt durch Aufrechnung wie zum Beispiel einer Lebensversicherung oder sonstigen Kapitalanlagen. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass einer Baufinanzierung ohne Eigenkapital nichts im Wege steht, wenn der Bauherr über einen krisensicheren Job verfügt, wie etwa Beamter, und die Immobilie langfristig genutzt werden soll.

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