Bauzinsen

Bauszinsen vergleichen


Die Bauzinsen beeinflussen maßgeblich die Dauer der Rückzahlung eines Baukredites. Sie sind daher ein wichtiges Kriterium zur Entscheidung für oder gegen ein Angebot. Neben den Gebühren für einen Baukredit verdient eine Bank über die Jahre an den Zinsen, die ein Kreditnehmer für das geliehen Geld zahlen muss. Als Zinsen bezeichnet man einen festgelegten Prozentsatz von der Kreditsumme, der in diesem Fall als jährlich Leihgebühr zu zahlen ist. Die Höhe der Bauzinsen variiert ständig und wird hauptsächlich von den Zentralbanken, insbesondere von dem von ihr festgesetzten Leitzins, beeinflusst. Allerdings haben die Kredit gebenden Banken noch genügend Handlungsspielraum, so dass sich ein Vergleich der Angebote auf dem Markt für die Interessenten an einem Baukredit lohnt.

Einen weiteren, großen Einfluss auf die Höhe des Bauzinses hat der sogenannte Beleihungsauslauf. Damit wird das Verhältnis zwischen der Höhe des Kredites und der Höhe des Wertes der Sicherheit, die jeder leisten muss, um den Baukredit zu erhalten, bezeichnet. Als Sicherheit wird meistens das zu erwerbende Eigentum veranschlagt und mit einer Hypothek oder Grundschuld belegt. Zur weiteren Sicherheit werden oft auch Kapitallebensversicherungen hinzugezogen. Wenn nun ein hohes Eigenkapital und weitere Forderungsabsicherungen vorhanden sind und man somit im Vergleich zum Wert der Absicherungen nur einen geringen Betrag als Baukredit benötigt, ist der Zinssatz geringer, als bei niedrigerer Absicherung.

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Bei der Suche nach einem geeigneten Baukredit muss man, um die Angebote richtig vergleichen zu können, beachten, dass man den effektiven Jahreszins dazu heranzieht. Der effektive Jahreszins als Bauzins beinhaltet im Gegensatz zum nominalen Bauzins, den die Banken eher veröffentlichen, alle weiteren Gebühren und Kosten für den Baukredit. Somit ist der effektive Jahreszins natürlich höher, als der Nominale und wird daher ungern von den Banken als Werbung genutzt. Weiterhin zu beachten ist die Zinsbindung, mit welcher festgesetzt wird, wie lange der effektive Jahreszins für das Baudarlehen gleich bleibt. Je kürzer diese Dauer ist, umso mehr Vorteile hat der Kreditnehmer. Bei Ablauf der Zinsbindung kann er überprüfen, ob andere Banken einen Kredit zu einem geringeren Zinssatz anbieten und gegebenenfalls wechseln.

Auch geschichtlich gesehen, spielen Zinsen eine sehr interessante Rolle. Dadurch, dass es Christen verboten war, Zinsen zu verlangen, entwickelte sich das gesamte Bankwesen bis ins 18. Jahrhundert allein unter jüdischem Einfluss. Juden war es zwar auch verboten, Zinsen zu verlangen, dies galt aber nur für sie selbst untereinander. Dadurch konnten sie über die Jahrhunderte hinweg das gesamte Bankgeschäft in ihrer Hand halten und sich den Einfluss bis in die höchsten Königshäuser und ihren Wohlstand sichern.

Aber auch nach Aufhebung des Zinsverbotes für Christen, konnten die Juden ihre Stellung behalten. In Deutschland wurde dies aber bei der Machtübernahme Hitlers zu ihrem Verhängnis, da er begann, seine Judenfeindlichkeit darüber zu verbreiten.